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Donnerstag, 29 Dezember 2016 12:08

Tiefe Taschen

 

Tiefe Taschen
Vielen Dank an den fobs Verlag für das Rezensionsexemplar.


 

Fakten

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 Erscheinungsjahr   2016    Verlag(e)   fobs
 Spieleranzahl   4 bis 8    Autor(en)   Fabian Zimmermann
 Empf. Alter   12+    Illustrator(en)   Christian Opperer | Gregor Zolynski
 Spieldauer   ca. 20 - 50 Minuten        
 ASIN   B01M4MBOOE    Auszeichnungen   Noch keine
             

 

Zusammenfassung

 

Ziel des Spiels

In Tiefe Taschen sind die Spieler Politiker mit dem Ziel, möglichst viel Geld aus dem Staatsvermögen in die eigene Tasche zu schaufeln. Der amtierende Präsident bietet dazu den Spielern Runde für Runde Geld aus der Staatskasse an, über die dann abgestimmt wird. Nehmen die Spieler an, so bleibt der Präsident im Amt. Lehnen sie ab, ist der Präsident für diese Runde raus und ein anderer Spieler übernimmt diese Rolle und die neue Verteilung des Geldes. Nebenbei haben die Spieler aber noch weitere Möglichkeiten. Einfach in die Staatskasse greifen, einen anderen Spieler erpressen oder doch lieber bestechen? Viele Möglichkeiten bringen den Spielern Geld, aber irgendwann ist der Staat dann auch pleite und das Spiel endet.

 

Spielablauf

Aufbau 
Jeder Spieler nimmt sich die fünf Aktionskarten in seiner Farbe. In der gleichen Farbe nimmt sich jeder Spieler dann noch die beiden Bestechungsmarker und den Ermittler. Dann bekommt jeder Spieler Startkapital im Wert von 9 Millionen, aufgeteilt in 1 x 2, 1 x 3 und 1 x 4 Millionen. Die restlichen Geldkarten werden gut gemischt und als verdeckter Stapel in die Tischmitte gelegt. Das ist die Staatskasse. In diese steckt man dann noch die Karte "Staatsbankrott" ein. Dazu ist auf dieser Karte eine Markierung, in welcher Höhe man, je nach Spieleranzahl, diese Karte ungefähr einstecken sollte. Will man länger oder kürzer spielen, so kann man die Karte auch selber an gewünschter Stelle einstecken. Ein Spieler macht den ersten Staatspräsidenten und nimmt die Präsidentenkarte an sich. Dann kann es losgehen.

Spielablauf
Der Präsident zieht jetzt so viele Karten, wie Spieler (auch er selbst zählt) am Spiel teilnehmen, vom Kartenstapel der Staatskasse. Diese Karten schaut er sich jetzt offen an und legt die Karten beliebig vor die Spieler. Welchem Spieler er welche Geldkarte oder auch mal keine Geldkarte gibt, entscheidet alleine der Präsident. Hat er die Geldkarten verteilt, so kommt es zur Abstimmung.

Abstimmung
In dieser Phase müssen jetzt alle Spieler, auch der Präsident, eine ihrer fünf Aktionskarten verdeckt vor sich auslegen. Man darf seine Aktionskarte so lange ändern, bis alle Spieler ihre Wahl getroffen haben. Erst wenn alle Spieler bereit sind, werden die Aktionskarten umgedreht und, beginnend beim Präsidenten, im Uhrzeigersinn abgearbeitet.

Die fünf Aktionen sind Folgende:

a) Zustimmen
Legt man diese Karte aus, so stimmt man dem Verteilungsvorschlag des Präsidenten zu.
Gibt es insgesamt mehr oder gleichviel Zustimmungen wie Ablehnungen, so ist die Verteilung angenommen und wird erledigt.

b) Ablehnen
Damit stimmt man gegen den Verteilungsvorschlag des Präsidenten. Gibt es mehr Ablehnungen als Zustimmungen, so ist der Vorschlag abgelehnt und der Präsident muss zurücktreten.
Der erste Spieler, der mit "Ablehnen" gestimmt hat, wird dann der neue Präsident und verteilt das Geld neu an die noch mitspielenden Spieler.
Wurden im Laufe der Runde alle Vorschläge der Präsidenten abgelehnt, so bekommt der letzte noch übrige Spieler das ganze Geld dieser Runde.

c) Griff in die Staatskasse
Spielt man diese Karte, so darf man sich einfach die oberste Geldkarte aus der Staatskasse nehmen.
Allerdings darf dies nur der erste Spieler, der diese Karte gespielt hat. Haben mehrere Spieler diese Karte gespielt, bekommt nur der erste eine Geldkarte, alle anderen gehen leer aus.

d) Erpressen
Um eine gültige Erpressung durchzuführen, muss der Spieler zum einen seine Ermittlerfigur vor einen Spieler stellen und zum anderen auch die Ermittlerkarte spielen.
Man darf allerdings als Bluff immer den Ermittler spielen, muss aber dann keine Ermittlerkarte spielen. Dadurch findet zwar keine Erpressung statt, aber das weiß der erpresste Spieler ja nie mit Sicherheit. Sollte man aber eine gültige Erpressung gespielt haben und der erpresste Spieler hat keine "Erpressen abwehren" Karte gespielt, so darf der Erpresser dem Erpressten eine zufällige Geldkarte klauen.

e) Erpressung abwehren
Hat man eine gültige Erpressung mit dieser Karte abgewehrt, so darf man dem Erpresser eine zufällige Geldkarte abnehmen.

f) Bestechung
Das ist zwar keine Karte, darf aber trotzdem in jeder Runde, zusätzlich zu einer Karte benutzt werden, wenn man will.
Dazu legt man einen seiner Bestechungsmarker und eine beliebige Geldkarte vor einen Spieler.
Mit dem Bestechungsmarker zeigt man dem Spieler an, welches Abstimmverhalten man gerne von ihm hätte.

Es gibt folgende Forderungen:
- Ich will, dass du zustimmst
- Ich will, dass du ablehnst
- Ich will, dass du alles andere spielst, nur keine Zustimmung
- Ich will, dass du alles andere spielst, nur keine Ablehnung

Ob sich der bestochene Spieler allerdings daran hält, ist wieder eine andere Sache.
Erst wenn die Aktionskarten aufgedeckt werden, sieht man, ob die Bestechung funktioniert hat.
Hat der Spieler so gestimmt, wie ich das gerne von ihm gehabt hätte, so darf er sich auch die Geldkarte nehmen.
Hat er anders gestimmt oder einfach eine andere Karte gespielt, so nimmt man seine Geldkarte einfach wieder zurück.

Auswertung
Die Aktionskarten der Spieler werden also aufgedeckt und dann beginnend mit dem Präsidenten im Uhrzeigersinn abgearbeitet.
Wenn dann mehr Spieler der Verteilung zugestimmt haben, so bekommen alle Spieler die Geldkarte(n) vor sich und der Präsident bleibt im Amt.
Haben aber mehr Spieler die Verteilung abgelehnt, so tritt der Präsident, wie oben beschrieben, zurück.
In einer neuen Runde sind dann aber auch wieder alle Spieler mit am Start.

Spielende 
Das Spiel endet, sobald die Karte "Staatspleite" aufgedeckt wird. Dann zählen alle Spieler ihre Geldkarten und der Gewinner steht fest.

Kleines Fazit
"Tiefe Taschen" ist ein witziges Kartenspiel über Steuergeld einsacken, Erpressung und Bestechung.
Das es erst ab vier Spielern geeignet ist, ist völlig richtig. Mit weniger Spielern wäre es langweilig.
Mit mehr Spielern, die dann auch noch aus den vollen schöpfen (erpressen und bestechen, was das Zeug hält), macht es Laune.
Die Aktionen sind einfach zu verstehen, aber die Züge, durch das verdeckte Auslegen der Aktionen, überhaupt nicht einzuschätzen.
Dadurch ist "Tiefe Taschen" ein extremes Glücks- und Ärgerspiel, was aber auch gut ist.
Die Aufmachung der Karten ist nett und die Anleitung gut geschrieben.
Sicher kein Spiel für einen langen Spieleabend, aber für eine schnelle Runde gerade mit vielen Spielern ideal. 

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Zusätzliche Informationen   keine
     
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Hersteller-Downloads   Anleitung
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Regelvideo auf YouTube

 
Länge: 17:08 Minunten
     
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Video-Sprungmarken

1 = Einleitung (0:00)
2 = Packungsinhalt (0:36)
3 = Aufbau (1:21)
PlatzhalterSpielidee (2:59)
4 = Spielablauf (3:51)
PlatzhalterBeispielrunde (11:54)
5 = Abspann (16:42)

Hinweis:
Die obigen Links öffnen das Video in einem externen Fenster.

     

 

Fotos

 
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Gelesen 823 mal Letzte Änderung am Samstag, 31 Dezember 2016 11:13

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