Komplettliste aller vorgestellten Spiele nach Alphabet:

Dienstag, 06 Oktober 2015 15:03

Lords of Xidit

 

LOrds of Xidit


 

Fakten

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 Erscheinungsjahr   2014    Verlag(e)   Libellud | Asmodee
 Spieleranzahl   3 - 5 Spieler    Autor(en)   Régis Bonnessée
 Empf. Alter   14+    Illustrator(en)   Naïade | Stéphane Gantiez
 Spieldauer   ca. 90 Minuten        
 ASIN   B00OHWD06S    Auszeichnungen   Noch keine
             

 

Zusammenfassung

 

Ziel des Spiels

Seit 500 Jahren ist es ruhig im Königreich von Xidit. Doch genau während der 500 Jahr-Feier passiert es. Die Glocke der Glückseligkeit läutete den letzten Schlag, als die Tore des Tempels zerbarsten und ein finsterer Nebel herausquoll. Schnell verbreitete sich die Finsternis wieder im ganzen Land und die Zeit für Helden war ein weiteres Mal gekommen. Ihr seid einer der Idrakys, die dem Bösen Einhalt gebieten müssen. Dazu reist ihr durch das Land, heuert Kämpfer für eure Armee an und besiegt die überall auftauchenden Monster. Dafür erhaltet ihr Einfluss, Gold und die Erlaubnis, Magiertürme zu errichten. Wer am Ende des zwölften Jahres in allen drei Bereichen die Mehrheit hat, wird zum gefeierten Helden von Xidit.

 

Spielablauf

Aufbau
Der Spielplan wird in die Mitte des Tisches gelegt. Dann kommt auf das mittlere Gebiet die zusammengebaute Festung. Der Jahr-Anzeiger kommt auf die 1 der Jahresleiste und die 70 Einheiten sowie das Gold auf die Kaserne und die Schatztruhe auf den Spielplan. Jeder Spieler nimmt sich in seiner Farbe eine Spielfigur, drei Wertungsplättchen, die man neben die Ruhmeshalle außerhalb des Spielplans legt, die Bardenplättchen und die Turmteile. Die Bardenplättchen legt man hinter seinen Sichtschirm, ebenso wie die Truppen und das Gold, welches man während des Spiels erhält. Auch eine Programmiertafel und ein Befehlsplättchen legt jeder Spieler vor sich ab. Dann werden die Felder auf dem Spielplan gefüllt. Spielt man zu dritt, so muss man die Anwerbungs- und Bedrohungsplättchen mit der Krone darauf verwenden, spielt man zu viert oder fünft, dann die anderen ohne Krone. Von diesen 21 Plättchen werden drei Stapel zu je fünf Plättchen gebaut. Den ersten Stapel legt man mit der dunklen Anwerbungsseite auf die darauf angegebenen Städte und füllt dann auch die sechs Truppenfelder mit den entsprechenden Figuren aus dem Vorrat. Die zweiten fünf Plättchen legt man mit der Bedrohungsseite nach oben auf die darauf angegebenen Städte. Den dritten Stapel legt man mit der Anwerbungsseite nach oben auf das entsprechende Feld auf dem Spielplan und das oberste dieser Plättchen legt man dann noch auf das Feld daneben. So sieht jeder Spieler, welches Anwerbungsplättchen als nächstes ins Spiel kommt. Die restlichen Plättchen kommen mit der Bedrohungsseite nach oben ebenfalls auf die dafür vorgesehenen Felder auf dem Spielplan. Auch hier wird das oberste Plättchen auf das Feld daneben gelegt damit jeder Spieler sieht, welche Bedrohung als nächstes ins Spiel kommen wird. Nun werden noch die Titanenplättchen ins Spiel gebracht. Dazu legt man einfach immer die beiden Titanenplättchen mit der gleichen Anzahl an Fragezeichen verdeckt aufeinander und dann auf das entsprechende Feld auf dem Spielplan. Als Letztes legt man zufällig die Reihenfolge der Prüfungen fest, indem man die drei Prüfungsplättchen zufällig auf die Ruhmeshallenfelder legt. Ein Spieler nimmt sich noch das Startspielerplättchen und los geht's.

Spielablauf
Bevor das Spiel beginnt, stellt jeder Spieler seine Spielfigur auf ein beliebiges, nicht von einem anderen Spieler besetztes, Stadtfeld.
Während des Spiels dürfen dann beliebig viele Figuren auf einer Stadt stehen.
Das Spiel läuft über 12 Jahre, das bedeutet 12 Spielrunden, die immer gleich ablaufen.

1. Geheime Planung
In jeder Spielrunde stellen die Spieler sechs Aktionen auf ihrer Programmiertafel ein, die sie in dieser Runde durchführen möchten. 
Dies machen sie zuerst verdeckt. Auf den Tafeln gibt es sechs Sachen, die man machen kann:
Sich auf einer roten, einer blauen oder einer schwarzen Straße bewegen, Anwerben oder eine Bedrohung beseitigen oder Abwarten.
Erst wenn alle Spieler ihre Aktionen geplant haben, werden die Tafeln aufgedeckt und dann der Reihe nach abgearbeitet.

2. Aktionen ausführen 
Der Startspieler beginnt und führt seine erste eingestellte Aktion aus. Dann kommt der nächste Spieler an die Reihe und führt seine erste Aktion aus, usw.
Wenn alle Spieler die erste Aktion ausgeführt haben, kommt der Startspieler mit der zweiten Aktion an die Reihe, usw. bis alle Spieler alle sechs Aktionen ausgeführt haben.

Die Aktionen funktionieren wie folgt:

a) Bewegen 
Der Spieler muss seine Spielfigur über eine Straße in der eingestellten Farbe bewegen.

b) Anwerben
Steht der Spieler auf einer Stadt mit einem Anwerbungsplättchen und hat diese Aktion gewählt, so darf er sich die schwächste Einheit dieser Stadt nehmen und hinter seinen Sichtschirm stellen. Es gibt folgende Einheiten: Dorfmilizionär -> Bogenschütze -> Fußsoldat -> Priester -> Kampfmagier. In jeder Stadt dürfen die Spieler in einem Jahr immer nur eine Einheit anwerben. Dadurch, dass man nicht weiß, was die anderen Spieler so geplant haben, kann es durchaus vorkommen, dass man nicht mehr die Einheit bekommt, die man haben wollte. Nehmen muss man sie aber trotzdem. Sobald man die letzte Einheit einer Stadt genommen hat, kommt ein neues Anwerbungsplättchen ins Spiel und das leere auf die entsprechende Ablage.

c) Bedrohung beseitigen
Wenn ein Spieler diese Aktion auf eine Bedrohung nutzt, so muss er lediglich die auf der Bedrohung abgebildeten Einheiten in den Vorrat zurückzahlen um die Bedrohung zu beseitigen.
Kann er dies nicht, so bleibt die Bedrohung einfach so liegen. Eine beseitigte Bedrohung kommt auf den Ablagestapel für Bedrohungen und eine neue Bedrohung kommt ins Spiel.
Wurde eine Bedrohung beseitigt, bekommt der Spieler zwei der drei auf dem Plättchen aufgedruckten Belohnungen. Welche, darf er sich aussuchen.

Gold 
Der Spieler nimmt sich die aufgedruckte Anzahl an Goldmünzen und legt sie hinter seinen Sichtschirm.

Bardenplättchen
Der Spieler nimmt sich die aufgedruckte Anzahl an Bardenplättchen und verteilt diese beliebig auf den angrenzenden Gebieten.
Wenn er ein Bardenplättchen in das mittlere Gebiet legen möchte (wenn es angrenzend an seine Figur ist) dann wirft er dieses Plättchen in die Festung.

Magierturm
Der Spieler nimmt sich die aufgedruckte Anzahl an Magierturm-Teilen und stellt sie auf das entsprechende Feld neben der Stadt, in der er steht.
Pro Stadt ist allerdings nur ein Magierturm in einer Farbe erlaubt und ein Turm darf nicht mehr als vier Stockwerke haben.

d) Abwarten
Der Spieler macht einfach keine Aktion.

3. Stadtplättchen auffüllen
Wenn ein Bedrohungsplättchen beseitigt oder Anwerbungsplättchen leer geworden ist, so kommt sofort ein neues ins Spiel.
Dazu nimmt man sich das neben dem Nachziehstapel liegende, einzelne Plättchen und legt es auf die entsprechende Stadt, die dort aufgedruckt ist.
Dann nimmt man das nächste Plättchen vom Stapel und legt es auf den leeren Platz, so dass wieder jeder sieht, was als nächstes kommen wird.
Ein neues Anwerbungsplättchen wird auch wieder mit sechs Einheiten bestückt.

Sollte der Nachziehstapel leer sein, so nimmt man bei den Bedrohungsplättchen den Ablagestapel der Anwerbungsplättchen und legt ihn als neuen Bedrohungs-Nachziehstapel bereit und andersherum genauso. Sollte der Anwerbungsplättchen-Stapel leer sein und es gibt keine Ablage von Bedrohungsplättchen, so nimmt man sich das oberste Plättchen des Nachziehstapels für Bedrohungen und legt es umgedreht als Anwerbungsplättchen auf das entsprechende Feld.

Ist allerdings der Bedrohungs-Nachziehstapel leer und es gibt keinen Anwerbungsplättchen-Nachziehstapel, so kommen die Titanenplättchen ins Spiel.

Titanenplättchen
Tritt die oben genannte Situation ein, so dreht man die drei obersten Titanenplättchen auf ihre Vorderseite.
Die Titanen sind erwacht! Das hat keine besondere Auswirkung auf das Spiel, außer dass man auch die Titanen besiegen kann.
Dazu muss man einfach auf einem Stadtfeld ohne Bedrohungs- oder Anwerbungsplättchen stehen und muss eine Anzahl an beliebigen Einheiten abgeben, die den Fragezeichen auf dem Titanenplättchen entsprechen.

Nachschub
Zusätzlich zum Auftauchen der Titanen trifft auch Nachschub ein.
Dazu nimmt man den Ablagestapel der Bedrohungsplättchen und dreht ihn auf die Anwerbungsseite.
Die beiden obersten Plättchen kommen dann als neuer Nachziehstapel für die Anwerbungsplättchen auf das entsprechende Feld.
Die übrigen Plättchen werden gut gemischt und als Bedrohungsplättchen auf das entsprechende Feld gelegt.

4. Militärische Erhebung 
Alle vier Jahre kommt es zu einer militärischen Erhebung.
Jetzt können die Spieler zeigen, welche Truppen sie in ihrem Vorrat haben. Sie müssen dies aber nicht tun, wenn sie ihre Truppen gerne geheim halten wollen.
Für jede Einheitenart gibt es jetzt einen Vergleich der Truppenstärke. Man fängt also bei der Dorfmiliz an.
Jeder Spieler nimmt verdeckt so viele Figuren der Dorfmiliz in die Hand wie er möchte.
Dann zeigen alle Spieler gleichzeitig ihre Hand und der Spieler mit den meisten Figuren in der Hand gewinnt und darf sich die entsprechende Belohnung nehmen.
So geht man dann auch für alle anderen Einheiten vor und verteilt die Belohnungen.
Geld wird hinter den Sichtschirm gelegt, Bardenplättchen sofort auf angrenzende Gebiete verteilt und die Turmteile vorerst hinter den Sichtschirm gelegt.
Beim nächsten Turmbau müssen die Teile hinter dem Sichtschirm dann sofort mit verbaut werden.

5. Ende eines Spieljahres
Das Startspielerplättchen geht im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler und das nächste Jahr wird gespielt.

6. Spielende nach 12 Jahren
Nach dem zwölften Jahr endet das Spiel. Jetzt kommt es zur Ermittlung des Siegers indem man die Prüfungen der Ruhmeshalle bestreitet.
Je nachdem, welches die erste, zweite und dritte Prüfung ist, werden die entsprechenden Punkte gezählt und können mit dem Wertungsstein der Spieler auf der seitlich am Spielplan angebrachten Zählleiste markiert werden.

Die Prüfungen sind:

a) Reichtum
Die Spieler zählen ihr Gold hinter dem Sichtschirm.
Dann werden die Wertungsplättchen nach der Reihenfolge der meisten Goldplättchen bis zu den wenigsten Goldplättchen genommen und in die Ruhmeshalle gelegt.
Der Spieler, der am wenigsten Gold bekommen hat, ist raus und darf bei den weiteren Wertungen nicht mehr antreten.

b) Ansehen
Hier werden die Bardenplättchen in den einzelnen Gebieten gezählt, auch die, die unter der Festung liegen.
Der Spieler mit dem meisten Ansehen in einem Gebiet, bekommt die oben auf der Gebietsharfe aufgedruckten Punkte.
Der Zweitplatzierte die anderen Punkte. Bei Gleichstand der meisten Bardenplättchen bekommen alle ersten Plätze die obere Anzahl an Punkten, der Zweitplatzierte bekommt nichts.
Gibt es mehrere Zweitplatzierte, so bekommen alle den zweiten Punktewert.
Dann wird geschaut, wer am wenigsten Ansehen anhäufen konnte und auch dieser Spieler ist raus.

c) Einfluss
Hier werden die Stockwerke der Magiertürme gezählt.
Auch hierbei fliegt wieder der Spieler mit dem wenigsten Einfluss raus.

Egal in welcher Reihenfolge man die Prüfungen durchführt, ein Spieler (bei fünf Spielern fallen in der ersten Prüfung schon zwei Spieler raus), darf am Rest der Prüfungen gar nicht mehr teilnehmen. Es ist also sehr wichtig, keine der drei Belohnungsarten zu vernachlässigen! Am Ende bleibt dann ein Spieler übrig und dieser ist der Gewinner des Spiels.

Gleichstände

Sollte es bei einer Prüfung einen Gleichstand geben, so wird dieser sofort aufgelöst, indem die Spieler mit Gleichstand ihre übrigen Truppen zählen.
Der Spieler mit mehr Truppen gewinnt den Gleichstand.

Varianten
Das Spiel kann unter Einsatz eines Dummy-Spielers auch zu dritt gespielt werden.
Auch kann man eine verkürzte Version mit 9 Jahren spielen.

Kleines Fazit
Lords of Xidit glänzt vor allem mit seinem tollen Spielmaterial und den sehr eingängigen Regeln. Nach dem Studieren des nicht ganz dünnen Handbuchs bleibt keine Frage offen und das Spiel geht flott von der Hand. Den geistigen Vorgänger "Himalaya" kenne ich nicht und darum hat mich das Spiel mit dem Vorausplanen der Züge eher an Elfenland erinnert. 
Wir haben das Spiel zu viert getestet und für sehr gut befunden. Allerdings verzeiht das Spiel auch keine Fehler in der Planung. Einmal am Anfang eine falsche Straße eingestellt und schon funktioniert die restliche Planung für die Runde nicht mehr. Also immer gut aufpassen und im Kopf immer wieder die geplante Route und die Aktionen durchgehen.
Ein sehr wichtiger Aspekt in diesem Spiel sind auch die Mitspieler. Denn auch diese planen ja ihre sechs Aktionen vor und so muss man schon überlegen, was die Spieler wohl in ihrer Runde so machen werden. So kann es schon mal vorkommen, dass einem ein anderer Spieler eine Einheit oder eine Bedrohung wegschnappt. Spieler, die sich gut merken können, was andere Spieler schon so an Truppen gesammelt haben, sind hier übrigens sehr im Vorteil und sollten vom Spiel ausgeschlossen werden ;) 
Zusammenfassend sei gesagt, dass Lords of Xidit aussieht wie ein Vielspielerspiel, aber wenn man die Regeln einmal verstanden hat, entpuppt es sich für ambitionierte Familienspieler als machbare Herausforderung. Das Alter von 14 Jahren finde ich persönlich ein bisschen hoch angesetzt, das geht auch schon mit jüngeren Spielern. Das Spielmaterial, vor allem die Figuren der Einheiten, sind sehr schön und auch der Spielplan ist riesig und hübsch gestaltet. Alles in allem hat uns das Spiel sehr viel Spaß gemacht, denn es ist einfacher zu lernen, als man denkt und schwerer zu meistern, als man sich das am Anfang ausmalt.

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Meine Einstufung   Familien- / Vielspielerspiel
Zusätzliche Informationen   Sehr schönes Spielmaterial und sehr eingängige Regeln
     
Spielanleitung vom MGN-Server downloaden   Anleitung
Hersteller-Downloads   Anleitung
Erhältliche Spielerweiterungen   Keine
     
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Regelvideo auf YouTube

 
Länge: 48:23 Minunten
     
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Video-Sprungmarken

1 = Einleitung (0:00)
2 = Packungsinhalt (0:37)
3 = Aufbau (2:44)
PlatzhalterSpielidee (11:30)
4 = Spielablauf (13:57)
PlatzhalterAnwerbungs- und Bedrohungsplättchen (25:33)
PlatzhalterBeispielrunde (29:59)
PlatzhalterSpielende (42:26)
5 = Abspann (47:52)

Hinweis:
Die obigen Links öffnen das Video in einem externen Fenster.

     

 

Fotos

 
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Gelesen 1459 mal Letzte Änderung am Dienstag, 06 Oktober 2015 15:20

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