Komplettliste aller vorgestellten Spiele nach Alphabet:

Sonntag, 12 Juli 2015 16:22

Gaïa

 

Gaia


 

Fakten

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 Erscheinungsjahr   2015    Verlag(e)   Asmodée | Tiki Editions
 Spieleranzahl   2 - 5 Spieler    Autor(en)   Olivier Rolko
 Empf. Alter   8+    Illustrator(en)   Julien Castanié
 Spieldauer   ca. 30 Minuten        
 ASIN   B00V8KRTGO    Auszeichnungen   noch keine
             

 

Zusammenfassung

 

Ziel des Spiels

Am Anfang gab es nichts. Darum hast du es dir zur Aufgabe gemacht, eine Welt zu erschaffen, denn du besitzt Mächte jenseits aller Vorstellungskraft. Zuerst beginnst du mit dem Formen von Landschaften. Gebirge, Wälder und Wiesen, aber auch Sümpfe und Meere nehmen Gestalt an. Dann bringst du Leben in die Welt. Die ersten Städte entstehen und irgendwann bemerkst du, dass du nicht alleine bist. Es gibt scheinbar noch mehr Mitstreiter in diesem Spiel und auch diese bauen an der Welt herum. Und schon ist ein Wettstreit entbrannt. Wer wird als Erster die neue Welt zu seiner Blüte führen und zum größten Schöpfer von Gaia aufsteigen?

 

Spielablauf

Aufbau
In der Mitte des Spieltisches wird Platz benötigt, um die Welt aufzubauen. Das restliche Material legt man also um eine gedachte Spielfläche herum.
Dazu bildet man aus den Landschaftsplättchen je einen Stapel und legt diese in einer Reihe oberhalb der Spielfläche ab. Dann werden die Natur-Karten gemischt und an jeden Spieler je zwei Karten verdeckt ausgeteilt, die jeder auf die Hand nimmt. Der restliche Stapel kommt auf den Tisch und darunter werden noch einmal drei Karten offen in einer Reihe ausgelegt. Ähnlich verfährt man mit den Leben-Karten. Auch diese werden gemischt und dann bekommt jeder Spieler eine Karte ausgeteilt, die er auch auf die Hand nimmt. Der restliche Stapel kommt neben den Stapel mit den Natur-Karten und auch hier werden jetzt Karten offen darunter gelegt, allerdings nur zwei. Die Tiermarker (Nahrungschips) werden auch auf den Tisch gelegt. Nun bekommt jeder Spieler noch seine Spielfiguren. Im Spiel zu zweit sind das alle sechs Figuren, die es aber nur in den Farben blau und gelb gibt. Ansonsten bekommt jeder Spieler immer fünf Figuren, die er vor sich legt. Jetzt müssen noch die Ziel-Karten vorbereitet werden. Im einfachen Spiel nimmt man dazu die beiden roten Machtkartenziele aus dem Stapel und legt sie in die Schachtel zurück. Die restlichen Ziel-Karten werden gemischt und dann werden davon, je nach Spieleranzahl, unterschiedlich viele offen ausgelegt. Bei zwei Spielern sind es vier Ziel-Karten, bei drei Spielen fünf, bei vier Spielern sechs und bei fünf Spielern sieben Ziel-Karten. Die restlichen Ziel-Karten kommen auch wieder in die Schachtel zurück. Dann wählt man einen Startspieler und los geht´s.

Spielablauf
In Gaia geht es darum, seine fünf bzw. sechs Spielfiguren auf dem entstehenden Spielplan und auf den Ziel-Karten loszuwerden.
Der erste Spieler dem dies gelingt, gewinnt das Spiel.
In seinem Zug hat jeder Spieler zwei Aktionen, die er beliebig auf folgende Handlungen verteilen kann:

1. Eine Karte ziehen
2. Eine Karte ausspielen

Man darf auch 2x die gleiche Aktion ausführen. Danach ist jedenfalls der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe.

A. Eine Karte ziehen
Wählt der Spieler diese Aktion, so darf er sich eine Karte von den offen ausliegenden oder auch vom verdeckten Nachziehstapel der Natur- oder der Leben-Karten auf die Hand ziehen.
Mehr als sechs Karten darf man allerdings zu keiner Zeit in der Hand halten. Bekommt der Spieler eine siebte Karte, so muss er sofort eine Karte aus seiner Hand abwerfen.

B. Eine Karte ausspielen
Es gibt zwei Arten von Karten, die ein Spieler ausspielen kann.

1) Natur-Karten
Spielt ein Spieler eine Natur-Karte aus, so bleibt diese offen vor ihm liegen. Dann nimmt sich der Spieler ein entsprechendes Landschaftsplättchen und legt es an die bestehende Welt an.
Ist es das erste Plättchen der Partie, so legt er es einfach in die Tischmitte. Sollte keine entsprechende Landschaft mehr vorhanden sein, so darf diese Natur-Karte auch nicht gespielt werden. 

Ziele erfüllen
Je nach Spieleranzahl liegen unterschiedlich viele Ziel-Karten auf dem Tisch. Auf diesen gibt es entweder vier Bilder von Landschaften (immer zwei gleiche) oder je ein Bild jeder Landschaftsart. Schafft es ein Spieler genau diese vier oder sechs geforderten Natur-Karten ausgespielt vor sich liegen zu haben, so kann er ein Ziel erfüllen.
Dann nimmt er eine seiner Spielfiguren und stellt diese auf die Ziel-Karte. Dieses Ziel kann jetzt kein anderer Spieler mehr erfüllen.

Beispiel:
Auf einer Ziel-Karte ist 2x das Bild "Wüste" und 2x das Bild "Wasser" abgebildet.
Der Spieler hat im Laufe des Spiels zwei Natur-Karten mit der Wüste und zwei mit dem Wasser gespielt und die entsprechenden Plättchen an die Welt angelegt.
Die gespielten Karten hat er dabei offen vor sich gesammelt und kann diese vier Karten jetzt für die Erfüllung des Ziels einsetzen.
Er stellt also seine Figur auf die entsprechende Ziel-Karte und wirft jetzt seine, für die Erfüllung dieses Ziels verwendeten, Karten auf den Ablagestapel.
Dies ist die eine Möglichkeit, um seine Spielfiguren loszuwerden.

2) Leben-Karten
Bei den Leben-Karten gibt es zwei unterschiedliche Arten. Es gibt Tierkarten und es gibt Städtekarten.
Diese Karten haben in der linken oberen Ecke ein Symbol. Dieses zeigt an, auf welche Landschaft man diese Karte legen oder ausspielen darf.
Hat eine Karte einen Stern, so darf sie auf jede beliebige Landschaft, ausser Wasser, gespielt werden.

a) Die Tierkarten
Spielt ein Spieler eine Leben-Karte mit Tieren darauf, so legt er vier Tiermarker auf die leere Landschaft.
Es dürfen sich dort weder eine Stadt und auch keine anderen Tiere befinden. Die Landschaft muss, wie oben erwähnt, der auf der Karte angegebenen entsprechen. 
Diese Karte wird dann sofort auf den Ablagestapel gelegt. Sollten keine vier Tiermarker mehr im Vorrat sein, so darf man diese Karte auch nicht spielen.

b) Die Stadtkarten
Eine Stadtkarte darf ebenfalls nur auf eine leere Landschaft, also ohne Stadt oder Tiere, gelegt werden.
Allerdings muss man bei einer Stadt auch noch auf die Bedürfnisse der Bewohner achten, bevor man die Stadt legen kann und die Landschaftsart muss auch wieder mit der auf der Karte übereinstimmen.
Auf jeder Stadtkarte gibt es unten eine Leiste, auf der vier Bedürfnisse der Bewohner angegeben sind.
Mindestens zwei davon muss man erfüllen, um eine Stadt bauen zu dürfen.

Die Bedürfnisse sind dabei immer folgende:
- Die Bewohner möchten waagrecht oder senkrecht an eine bestimmte Landschaft angrenzen.
- Die Bewohner möchten mit Nahrung versorgt werden.

Sind mindestens zwei dieser Bedürfnisse erfüllt, so darf der Spieler die Stadtkarte auf die Landschaft legen und eine seiner Figuren obendrauf.
Dieses Landschaftsplättchen ist jetzt eine Stadt und zählt nicht mehr als die Landschaft die sie einmal war.
Das ist wichtig, denn eine andere Stadt könnte dadurch jetzt ein Bedürfnis verlieren. Dazu aber gleich mehr.

Zufriedenheit einer Stadt erhöhen
Wenn ein anderer Spieler es schafft, ein weiteres Bedürfnis einer Stadt zu erfüllen, so darf er sich ebenfalls mit einer Figur auf die Stadt stellen.

Beispiel:
Ein Spieler hat eine Stadt gebaut, die das Bedürfniss nach Wald, Wiese, Sumpf und Nahrung hat. 
Er hat die Stadt auf eine Landschaft gebaut an der links ein Wald und unten ein Sumpf angrenzt, also hat er zwei Bedürfnisse erfüllt.
Ein anderer Spieler legt jetzt auf den Wald noch Nahrung und erfüllt damit noch ein Bedürfnis der Stadt und stellt somit eine seiner Figuren dazu.

Jeder Spieler darf allerdings nur eine Figur in jeder Stadt haben.

Zufriedenheit einer Stadt sinkt
Es kommt auch vor, dass die Zufriedenheit einer Stadt wieder fällt.
Das kann dadurch passieren, dass eine Landschaft, die der Stadt ein Bedürfnis war, mit einer anderen Stadt zugebaut wird, oder dass die Nahrung auf einer angrenzenden Landschaft ausgegangen ist.

Wenn nur noch ein Bedürfnis der Stadt erfüllt ist, müssen alle Spieler ihre Spielfiguren wieder zurück nehmen.
Schafft es dann ein Spieler im Verlauf des Spiels wieder zwei Bedürfnisse zu erfüllen, darf er sich wieder auf die Stadt stellen.

Wenn kein Bedürfnis der Stadt mehr erfüllt wird, gehen ebenfalls die Spielfiguren an die Spieler zurück, sofern dort noch welche stehen und die Stadtkarte wird vom Spielplan entfernt und auf den Ablagestapel geworfen.

Der nächste Spieler kommt an die Reihe
Sobald ein Spieler also seine beiden Aktionen ausgeführt hat, ist der nächste Spieler an der Reihe.
Bevor dieser jetzt seine Aktionen durchführt, muss er allerdings immer schauen, ob es Städte gibt, die ein Bedürfnis nach Nahrung haben.
Gibt es solche Städte und es liegt auch Nahrung auf einem benachbarten Landschaftsfeld, so muss der Spieler jetzt eine Nahrung von dieser Landschaft entfernen.
Sind auf einer Landschaft dann keine Tiermarker mehr vorhanden, so muss geprüft werden, ob diese Nahrung zu den beiden Bedürfnissen gezählt hat, die die Stadt gebraucht hat.
Ist dies der Fall, so müssen alle Spieler ihre Figuren zurücknehmen. Sollte es nach dem Entfernen der Nahrung aber immer noch zwei erfüllte Bedürfnisse geben durch anliegende Landschaften, so passiert nichts weiter.

Spielende
Das Spiel endet auf eine von zwei Arten.
Schafft es ein Spieler, alle seine Spielfiguren auf den Ziel-Karten oder den Städten loszuwerden, so ist er der Gewinner.
Ist beim Nachziehen ein Stapel leer und auch die Auslage aufgebraucht, so endet das Spiel und der Spieler, der die meisten Figuren auf dem Spielplan hat, gewinnt.

Das Expertenspiel
Möchte man nach ein paar Runden des normalen Spiels noch ein bisschen mehr aus Gaia herausholen, so spielt man das Expertenspiel.
Hier ändern sich folgende Regeln:

a) Es darf nur immer eine Figur auf einer Stadt stehen. Immer der Spieler, der zuletzt ein Bedürfnis der Stadt erfüllt hat, setzt seine Figur auf die Stadt und der andere Spieler nimmt seine Figur zurück.
b) Schafft es ein Spieler, alle vier Bedürfnisse einer Stadt zu erfüllen, so darf er sogar zwei Spielfiguren auf die Stadt setzen.

Zusätzlich kommen in dieser Spielvariante die Macht-Karten ins Spiel.
Von diesen werden zu Spielbeginn je eine an jeden Spieler ausgeteilt. Aus den restlichen wird neben den anderen Karten ein weiterer Stapel gebildet, von dem zwei Karten offen ausgelegt werden. Diese Karten dürfen im Spiel dann genauso genommen werden wie die anderen Karten, allerdings darf man nie mehr als zwei Macht-Karten auf der Hand haben.

In den Kartenstapel der Ziel-Karten werden dann auch die beiden Macht-Ziele eingemischt.
Dieses Ziel wird erfüllt, wenn ein Spieler vier ausgespielte Macht-Karten vor sich liegen hat.

Die Macht-Karten "Blitzschlag" und "Vulkanausbruch" kann man noch aus dem Spiel nehmen und später als zusätzliche Variante "Naturkatastrophen" einbauen.

Die Macht-Karten
Die Macht-Karten werden wie alle anderen Karten ausgespielt. Dann aber muss deren Effekt auf den Spielplan angewendet werden.

Sonne
Eine Landschaft Sumpf wird zur Landschaft Wiese oder
eine Landschaft Wiese wird zur Landschaft Wüste

Regen
Eine Landschaft Wüste wird zur Landschaft Wiese oder
eine Landschaft Wiese wird zur Landschaft Sumpf

Erdbeben
Zwei benachbarte Landschaften werden ausgetauscht.
Tiere und Städte werden einfach mitgetauscht.

Tornado
Man nimmt von jedem Spieler eine Karte und schaut sich diese an. 
Eine davon behält man, die anderen kommen auf den Ablagestapel.

Abwehr
Diese Karte wird als Reaktion auf alle oben erklärten Karten gespielt und verhindert deren Ausführung.

Karten der Naturkatastrophen

Vulkanausbruch
Die Landschaft, auf die der Vulkan gespielt wurde und alle angrenzenden Landschaften (waagrecht / senkrecht) verlieren alle Städte, Nahrungen und Figuren.
Zusätzlich werden die Landschaften Wiese, Wälder und Sümpfe in Wüsten umgewandelt. 

Blitzschlag
Alle Figuren, Städte und Tiermarker werden von der Landschaft entfernt.

Die landschaftsverändernden Macht-Karten dürfen nur gespielt werden, wenn die entsprechenden Landschafts-Plättchen noch verfügbar sind.

Kleines Fazit
Gaia ist ein schönes Götterspiel in dem es nicht um Siegpunkte geht, sondern einfach darum, seine Figuren loszuwerden.
Die Regeln sind schön einfach gehalten und auch das Spielmaterial und die Illustrationen sind passend und hübsch anzuschauen.
Die Menge an Handlungsmöglichkeiten ist übersichtlich und so kann man sich vollkommen auf das Spiel konzentrieren und die anderen Spieler im Auge behalten.
"Wie viele Figuren haben die Mitspieler noch?", "Kann ich das Bedürfnis einer Stadt erfüllen, um mich dort dazu zu stellen?" solche und andere Fragen geistern einem ständig durch den Kopf. Auch müssen die Spieler Runde für Runde über ihre Planung nachdenken, wenn ein Mitspieler einem mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
Denn in Gaia kann man nichts lange vorausplanen. Ein bisschen Kartenglück muss man allerdings auch haben. So ist es schon frustrierend, wenn man ewig eine bestimmte Natur-Karte nicht bekommt, um endlich ein Ziel abzuschließen und der Gegner schnappt es einem dann urplötzlich vor der Nase weg.  

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Familienspiel

Zusätzliche Informationen   Inklusive Expertenversion mit zusätzlichen Machtkarten
     
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Regelvideo auf YouTube

 
Länge: 31:42 Minunten
     
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Video-Sprungmarken

1 = Einleitung (0:00)
2 = Packungsinhalt (0:35)
3 = Aufbau (1:17)
PlatzhalterSpielidee (3:57)
4 = Spielablauf (4:27)
PlatzhalterBeispielrunde (16:12)
PlatzhalterFortgeschrittenes Spiel (24:58)
5 = Abspann (31:14)

Hinweis:
Die obigen Links öffnen das Video in einem externen Fenster.

     

 

Fotos

 
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Gelesen 2264 mal Letzte Änderung am Sonntag, 12 Juli 2015 17:21

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