Komplettliste aller vorgestellten Spiele nach Alphabet:

Sonntag, 02 August 2015 10:40

Evolution

 

evolution


 

Fakten

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 Erscheinungsjahr   2015    Verlag(e)   Schmidt Spiele
 Spieleranzahl   2 bis 5 Spieler    Autor(en)   Dominic Crapuchettes | Dmitry Knorre | Sergey Machin
 Empf. Alter   10+    Illustrator(en)   John Ariosa | Catherine Hamilton | Kurt Miller | Jacoby O'Connor
 Spieldauer   ca. 30 bis 45 Minuten        
 ASIN   B00UA8WTCE    Auszeichnungen   Noch keine
             

 

Zusammenfassung

 

Ziel des Spiels

In Evolution müssen die Spieler eine Herde von Tieren aufbauen und mit Karten geschickt weiterentwickeln. Doch dabei darf man nie aus den Augen verlieren, dass man die Herde auch ernähren muss und am Wasserloch herrscht meist Nahrungsknappheit. Auch kann man Tiere zu Fleischfressern weiterentwickeln und so die Herde der Gegner ausdünnen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn auch die Gegner können ihre Tiere an die geänderten Umstände anpassen und sich gegen die Fleischfresser schützen, die dann sogar in den eigenen Reihen nach Nahrung suchen. Gewonnen hat, wer am Ende des Spiels die wertvollsten und größten Herden gezüchtet und ernährt hat.

 

Spielablauf

Aufbau
Das Wasserloch kommt in die Mitte des Spieltisches. Daneben legt man einen Haufen mit den Nahrungschips. Jeder Spieler nimmt sich ein Tierarten-Tableau mit den beiden Holzmarkern, die er jeweils in die Felder mit der 1 stellt und einen Stoffsack. Beides legt er vor sich. Rechts und links neben seinem Tierarten-Tableau sollte der Spieler viel Platz für weitere Tierarten-Tableaus lassen. Dann wird der Kartenstapel gut gemischt. Im 2-Spieler-Spiel werden 40 zufällige Karten aus dem Spiel genommen, bei allen anderen Spielerzahlen bleiben alle Karten im Spiel. Der Kartenstapel wird ebenfalls in die Nähe des Wasserlochs gelegt. Dann wird ein Startspieler bestimmt, der den Startspielerstein bekommt und los geht´s.

Spielablauf
Evolution läuft mehrere Runden lang, bis der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Dann wird das Spielende eingeläutet.
Eine Runde besteht wiederum aus vier Phasen, die nacheinander von allen Spielern erledigt werden, bevor es zur nächsten Phase geht.

Phase 1: Karten verteilen
Jeder Spieler bekommt vom Nachziehstapel grundsätzlich immer drei Karten Plus so viele Karten, wie er Tierarten-Tableaus vor sich liegen hat.
In der ersten Runde sind das also pro Spieler vier Karten.

Phase 2: Nahrungsangebot festlegen
In dieser Phase muss jeder Spieler eine seiner Karten aussuchen, die er für die Nahrungsbeschaffung einsetzen will.
Dazu steht links oben auf jeder Karte ein Wert. Dies ist die Menge an Nahrung, die durch diese Karte in Phase 4 auf das Wasserloch gelegt wird.
Der Wert kann auch negativ sein, dann würde Nahrung vom Wasserloch entfernt. Dieser Wert hat ansonsten im ganzen Spiel keine weitere Auswirkung.
Jeder Spieler sucht sich also eine seiner Handkarten heraus und legt diese verdeckt an das Wasserloch. Erst in Phase 4 werden diese Karten aufgedeckt.

Phase 3: Karten ausspielen
Beginnend mit dem Startspieler und dann im Uhrzeigersinn darf nun jeder Spieler mit seinen restlichen Karten arbeiten.
Dabei muss immer ein Spieler diese Phase komplett abschließen, also alle Karten die er spielen möchte gespielt haben, bevor der nächste Spieler an die Reihe kommt.
Hat man einmal seine Karten gelegt, so kommt man in dieser Phase nicht mehr an die Reihe. Man muss also gut überlegen, wofür man seine Karten nutzt.
Es stehen dem Spieler nämlich drei Aktionen zur Verfügung. Pro Karte kann er sich immer eine dieser drei Aktionen aussuchen.
Man darf eine Aktion auch mehrmals durchführen, wenn man jedes Mal eine Karte ablegt. Man darf natürlich auch Karten für die nächste Runde auf der Hand behalten.

a) Eine neue Tierart erhalten
Für jede Karte die man offen auf den Ablagestapel legt, darf man sich ein neues Tierarten-Tableau nehmen und links oder rechts an seine bereits ausliegenden Tierarten-Tableaus anlegen. Es ist nicht erlaubt ein Tierarten-Tableau zwischen zwei bereits ausliegende Tableaus zu schieben. Auch auf das neue Tableau werden wieder die beiden Holzmarker für Population und Größe gelegt und zwar wieder jeweils in das Feld 1.

b) Größe oder Population ändern
Pro Karte, die man offen auf den Ablagestapel legt, darf man einen Holzmarker einer Tierart im Feld Population oder Größe um ein Feld nach rechts verschieben.

c) Eine Eigenschaft ausspielen
Bei dieser Aktion nutzt man die Eigenschaft der Karte auf seine Tierarten. Dazu legt man die Karte verdeckt über das Tableau der Tierart, auf die man diese Eigenschaft anwenden möchte.
Im 2-Spieler-Spiel dürfen über jedem Tierarten-Tableau zwei Eigenschaften liegen. Bei allen anderen Spielerzahlen drei.
Liegt über einer Tierart schon die maximale Anzahl Karten, so muss man zuerst eine Karte entfernen und auf den Ablagestapel werfen, bevor man eine neue Eigenschaft anlegen darf.
Was es für Karten gibt, findet ihr weiter unten.

Sobald ein Spieler mit dem Ausspielen seiner Karten fertig ist, ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn an der Reihe.
Waren alle Spieler dran, so werden alle verdeckten Eigenschaften über den Spieler-Tableaus umgedreht und es geht weiter zur Phase 4.

Phase 4: Fressen
Der Startspieler deckt jetzt alle Nahrungskarten die auf dem Wasserloch liegen auf und legt so viele Nahrungschips mit der Pflanzenseite nach oben auf das Wasserloch, wie die Summe aus allen Nahrungskarten ergibt. Sollte der Wert negativ sein, so müssen Nahrungschips, die aus der vorherigen Runde vielleicht noch ausliegen, entsprechend entfernt werden. Die benutzten Nahrungskarten kommen dann auf den Ablagestapel.
Einige Eigenschaftskarten haben oben in der rechten Ecke ein Getreide-Symbol. Dieses kommt jetzt zum Tragen. Auch dazu mehr in der Kartenerklärung weiter unten.

Jetzt wird gefüttert!
Am Anfang ist jede Tierart ein Pflanzenfresser. Sie können nur mit einer Eigenschaftskarte zum Fleischfresser gemacht werden.

a) Pflanzenfresser füttern
Der Startspieler ist der Erste, der sich einen Nahrungschip vom Wasserloch nehmen und auf einem seiner Tierarten-Tableaus ablegen darf.
Jede Tierart hat dabei so viel Hunger, wie durch den Holzmarker unter Population angegeben ist. Steht der grüne Marker einer Tierart also auf 3, so muss man auf diesem Tierarten-Tableau drei Nahrungschips ablegen, damit kein Tier verhungern muss. Man darf aber auch nicht mehr Nahrung einsammeln, als man benötigt. Diese Regel wird aber durch eine Karte außer Kraft gesetzt. Auch dazu mehr weiter unten.
Dann ist im Uhrzeigersinn der nächste Spieler an der Reihe und nimmt sich einen Nahrungschip. Das geht dann reihum so lange, bis alle Tierarten versorgt oder kein Nahrungschip mehr auf dem Wasserloch liegt.

b) Fleischfresser füttern
Wenn man seine Fleischfresser füttern muss, dann gelten andere, härtere Regeln.
Ein Fleischfresser muss mit Fleisch gefüttert werden, er wird niemals Pflanzen fressen.
Kann er keine gegnerische Herde angreifen, so frisst er sich auch durch die eigenen Tierarten.
Kann er nirgendwo fressen, so verhungert der Fleischfresser und stirbt aus.
Man muss sich also gut überlegen, wann es sinnvoll ist, eine Tierart in Fleischfresser umzuwandeln.
Der Fleischfresser kann auch abgehandelt werden, wenn am Wasserloch keine pflanzliche Nahrung mehr liegt.

Um zu fressen gelten folgenden Regeln:
Die Tierart, die der Fleischfresser angreifen möchte, muss eine kleinere Größe haben als der Fleischfresser.
Entsprechend der Größe bekommt der Fleischfresser bei einem erfolgreichen Angriff dann Fleischnahrungsmarker.
Haben sich die Mitspieler durch Eigenschaften gegen den Fleischfresser geschützt oder langt dessen Größe nicht aus, um bei einem Mitspieler zu wüten, so frisst sich der Fleischfresser auch durch die eigenen Reihen wenn er dort Nahrung findet, die er gemäß der Regeln erbeuten kann.

Beispiel:
Der Fleischfresser hat eine Größe von 3 und die Tierart, die er angreifen möchte, eine Größe von 2.
Der Angriff ist automatisch erfolgreich, da seine Größe größer ist als die des Opfers.
Da das Opfer eine Größe von 2 hatte, bekommt der Fleischfresser 2 Fleischnahrungsmarker, die er auf sein Tierarten-Tableau legen darf.
Die Population der erfolgreich angegriffenen Tierart sinkt nach so einem Angriff um 1.
Fällt die Population dabei unter 1, wurde diese Tierart ausgelöscht und kommt zurück in den Vorrat.

c) Ende der Fütterung
Wenn jeder Spieler die Phase 4 abgeschlossen hat, sei es, dass er alle seine Tierarten füttern konnte oder dass keine weitere Nahrung mehr zur Verfügung steht, geht es wie folgt weiter.
- Wurde eine Tierart nicht komplett gefüttert, so wird der Populationsmarker entsprechend nach links verschoben, bis er unter dem letzten gefüllten Nahrungsfeld steht.
- Wurde eine Tierart überhaupt nicht gefüttert, so stirbt sie sofort aus.
- Alle verfütterten Nahrungschips werden von den Tierarten-Tableaus in die Stoffsäcke der Spieler gelegt. Jeder Nahrungschip ist bei Spielende einen Punkt wert.
- Hat ein Spieler jetzt keine Tierart mehr vor sich liegen, so bekommt er eine kostenlos aus dem Vorrat.
- Der nächste Spieler im Uhrzeigersinn wird der neue Startspieler und eine neue Runde beginnt.

Aussterben
Stirbt eine Tierart aus, so kommt das Tierarten-Tableau wieder auf den allgemeinen Vorrat und eventuell ausliegende Nahrungschips in den Stoffsack des Spielers.
Hatte der Spieler über der Tierart Eigenschaftskarten liegen, so wirft er diese auf den Ablagestapel, bekommt aber die gleiche Anzahl sofort als Handkarten vom Nachziehstapel. 
Lücken zwischen Tierarten-Tableaus werden durch Zusammenschieben der anderen Tableaus geschlossen.

Die Eigenschaftskarten
Nachdem das Spiel zum größten Teil von den Eigenschaften der Tiere abhängt, muss ich hier kurz die Karten beschreiben.

1. Angriffskarten
a) Fleischfresser - Wandelt eine Tierart in einen Fleischfresser um
b) Hinterhalt - Auch Tierarten die durch Warnruf geschützt sind können angegriffen werden.
c) Rudeljagd - Beim Angriff darf zur Körpergröße auch die Population dazu gezählt werden.

2. Verteidigungskarten
a) Hörner - Ein Fleischfresser verliert eine Population, wenn er diese Tierart angreift.
b) Klettern - Diese Tierart ist vor Fleischfressern sicher, wenn diese nicht auch klettern können.
c) Schutzpanzer - Die Körpergröße ändert sich bei einem Angriff um gedachte drei Punkte.
d) Schutz der Herde - Ein Fleischfresser darf nur angreifen, wenn er in Größe und Population überlegen ist.
e) Symbiose - Diese Tierart kann nicht angegriffen werden, wenn die Tierart rechts davon größer ist.
f) Verbergen - Ist die Nahrung gleich der Population, so kann nicht angegriffen werden.
g) Warnruf - Die Tierarten links und rechts der Tierart mit dieser Karte können nicht angegriffen werden.

3. Fresskarten
a) Aasfresser - War der Angriff eines Fleischfressers erfolgreich, so erhält er einen Fleischnahrungschip extra.
b) Fettschicht - Die Tierart darf so viel zusätzliche Nahrung speichern, wie seine Körpergröße angibt.
c) Gefräßig - Jedes Mal wenn man einen Nahrungschip nimmt, bekommt man einen aus derselben Quelle kostenlos dazu.
d) Intelligenz - Hat je nach Tierart zwei Funktionen:
- Pflanzenfresser: Legt der Spieler während der Fütterung eine Handkarte auf die Ablage, so bekommt er zwei Nahrungschips vom Vorrat.
- Fleischfresser: Für jede Karte, die ein Spieler während der Fütterung ablegt, darf er eine Eigenschaft eines Gegners ignorieren.
e) Kooperation - Frisst diese Tierart, so bekommt auch die Tierart rechts daneben einen Nahrungschip.
f) Langer Hals - Sobald die Nahrungskarten in Phase 4 aufgedeckt werden, bekommt diese Tierart einen Nahrungschip vom Vorrat.

4. Sonstige Karten
a) Fruchtbarkeit - Liegt vor dem Aufdecken der Nahrungskarten auf dem Wasserloch noch Nahrung aus der vorherigen Runde, so vergrößert sich die Population dieser Tierart um 1.

Spielende
Sollten beim Verteilen der Karten in Phase 1 nicht mehr genug Karten zur Verfügung stehen, so wird der Ablagestapel gemischt und die fehlenden Karten verteilt.
Diese Runde wird dann noch komplett gespielt und dann kommt es zur Wertung. Sollten die Karten zu einem anderen Zeitpunkt ausgehen, so wird die laufende Runde noch zu Ende gespielt und dann noch eine komplette Runde.

Dann kommt es zur Wertung:
- Jeder Nahrungschip im Stoffsack des Spielers zählt als 1 Punkt.
- Jede Eigenschaftskarte über den Tierarten zählt als 1 Punkt.
- Jede Populationsstufe der Tierarten zählt 1 Punkt.
Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Kleines Fazit
Evolution ist ein taktisches Kartenspiel mit einem unverbrauchten Thema. Das Ganze ist sehr gut umgesetzt und auch die Regeln sind leicht verständlich. Während des Spiels hat man viele Möglichkeiten seine Tierarten zu entwickeln und so entstehen immer andere Taktiken, die man versuchen kann oder auf die man reagieren muss. Sammelt ein Spieler viele Tierarten, die er dann aber nicht in der Körpergröße verändert, kann es Sinn machen, diese mit Fleischfressern zu attackieren. Hat er aber einen Warnruf gesetzt, kann sich das Blatt plötzlich wenden. Hier spielt auch ein wenig das Kartenglück eine Rolle. Hat sich ein Spieler mit Eigenschaftskarten komplett geschützt und man bekommt einfach keine Karten, um darauf zu reagieren, kann es schnell frustig werden, da man einfach nichts mehr machen kann, außer seine Taktik komplett umzustellen. Aber irgendwie liegt hier auch der Reiz. Die Evolution ist einfach nicht vorhersagbar und es kommt immer wieder zu erstaunlichen Entwicklungen. Am Anfang muss man öfter die Kartenübersicht zur Hand nehmen, aber nach einem Spiel hat jeder Spieler die Karteneigenschaften verinnerlicht und das Spiel läuft ohne große Wartezeiten. Ein interessantes Spiel, das uns viel Spaß gemacht hat. 

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Familienspiel

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Länge: 31:53 Minunten
     
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Video-Sprungmarken

1 = Einleitung (0:00)
2 = Packungsinhalt (0:38)
3 = Aufbau (1:42)
PlatzhalterSpielidee (3:39)
PlatzhalterSpielübersicht (4:03)
4 = Spielablauf (10:37)
PlatzhalterDie Karten (12:07)
PlatzhalterBeispielrunde (18:05)
5 = Abspann (30:40)

Hinweis:
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Fotos

 
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Gelesen 1742 mal Letzte Änderung am Sonntag, 02 August 2015 11:04

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