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Samstag, 29 November 2014 11:03

Die Gulli-Piratten - Schrecken der Kanalisation

 

 

Die Gulli-Piratten - Schrecken der Kanalisation


 

Fakten

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 Erscheinungsjahr   2012    Verlag(e)   Heidelberger Spieleverlag
 Spieleranzahl   2 - 5    Autor(en)   Andreas Pelikan
 Empf. Alter   10+    Illustrator(en)   Marina Fahrenbach
 Spieldauer   ca. 30 - 60 Minuten        
 ASIN   B005WKKKQM    Auszeichnungen   Noch keine
             

 

Zusammenfassung

 

Ziel des Spiels

Tief unter der Erde befindet sich die weit verzweigte und kilometerlange Kanalisation. In diesem Labyrinth aus Kanälen und Röhren leben die Gullipiratten. Eine Gruppe furchtloser Nager und Insekten auf der Jagd nach Beute. Sie fahren mit ihren Schiffen die Wasserwege entlang und sammeln das ein, was die Menschen aus der Oberwelt nicht mehr haben wollen. Doch auch hier unten ist das Leben nicht so einfach, wie es vielleicht klingt. Die Beute der Menschen ist nur selten alleine von Nutzen. Denn wer kann schon etwas mit einer Konservendose anfangen, wenn er keinen Dosenöffner hat? Und so reisen die wackeren Piratten durch die Unterwelt, um brauchbare Beute zu sammeln. Wer am Ende die wertvollste Beute gemacht hat, wird der größte Piratt aller Zeiten.

 

Spielablauf

Aufbau
Die drei Schiffspläne werden nebeneinander auf den Tisch gelegt. Dann werden die Beutemarker (eckig) und die Bonusmarker (rund) verdeckt gemischt und neben den Schiffen als jeweils ein Haufen abgelegt. Vor jedes Schiff wird jetzt Beute ausgelegt. Dazu nimmt man pro Schiff 6 eckige Beute- und 2 runde Bonusmarker und legt sie folgendermaßen aus.
Es werden pro Schiff zwei getrennte Treibguthaufen gebildet. In jeden Haufen kommen offen drei Beute- und ein Bonusmarker. Somit liegen jetzt vor jedem Schiff zwei getrennte Haufen aus vier Markern. Die Talismankarten werden verdeckt gemischt und auch neben den Schiffen auf den Tisch gelegt. Von diesem Kartenstapel werden dann vier Karten offen nebeneinander ausgelegt. Die Übersichtskarten können bei den ersten Spielen noch als Hilfe an die Spieler ausgeteilt werden. Dort werden die Fähigkeiten der Besatzung zusammengefasst. 

Jetzt brauchen wir natürlich noch eine Mannschaft. Diese kann man auf mehrere Arten zusammenstellen:
1. Die Spieler einigen sich einfach auf vier Tiere mit denen jeder das Spiel bestreitet.
2. Man mischt die 6 Crewkarten und zieht verdeckt vier davon. Mit diesen Tieren wird dann gespielt.
3. Es gibt auch noch eine besondere Art seine Mannschaft zusammenzustellen. Diese wird in der Anleitung ausführlich beschrieben und führt dazu, dass nicht jeder Spieler die gleiche Mannschaft hat.

Wenn die Tiere feststehen nimmt sich jeder Spieler eines dieser vier Tiere und steckt es in einen farbigen Fuß seiner Farbe.
Die Spieler sollten sich jetzt noch mit den Spezialfähigkeiten jeder Figur vertraut machen. 
Möchte man erst eine einfache Runde spielen, so kann man auch die Spezialfähigkeiten weglassen.
Dann bekommen der erste und zweite Spieler noch drei verdeckte Handkarten und die Spieler drei und vier bekommen vier Handkarten. 
Ein Spieler wird zum Startspieler bestimmt und dann heißt es "Leinen Los!".

Die Beute
Es gibt verschiedene Arten von Beute. 
Zum einen gibt es Beute die einfach Punkte wert ist, wie Pommes, Burger, Suppen usw.
Zum anderen gibt es aber auch Beute, die ohne ein entsprechendes Hilfsmittel gar nichts wert ist, wie z.B. Konservendosen ohne Öffner oder Puppen ohne Papagei, der das Lösegeld bei den Menschen einfordert. Zusätzlich gibt es aber noch Spezialbeute, die einfache Beutestücke aufwerten kann, wie z.B. Ketchup für die Pommes (+5 Punkte pro Pommes) oder ein Kaltgetränk mit Krone (+3 Punkte pro Burger) für den Burger. 
Die Spieler müssen also nicht einfach nur Beute einsammeln, sondern auch ein bisschen planen, auf welche Beute man sich konzentriert, um das Maximum an Punkten zu erreichen.

Die Figuren
Jede Pirattenfigur hat eine besondere Fähigkeit. Ich stelle euch diese hier kurz vor, werde in der weiteren Beschreibung aber nicht mehr auf diese eingehen.
Wenn es also später heißt, dass man Felder mit Figuren darauf kostenlos überspringen kann, dann gilt das natürlich nicht, wenn der Waschbär auf einem Feld steht.
Warum werde ich euch jetzt kurz beschreiben:

Ratte
Bekommt zwei Beutestücke, wenn noch genug da sind.

Kakerlake
Darf ein Feld ohne eine Karte zu spielen vorrücken.

Kröte
Darf auf Beute verzichten und dafür nach der Beuteverteilung ein Feld aufrücken.
Sie darf so aber nur Kapitän werden, wenn nicht schon auf einem anderen Schiff ein Kapitän dieses Spieles steht.

Waschbär
Eine Figur die über den Waschbär springen möchte, muss dem Besitzer des Waschbären dafür eine Karte des Schiffes zahlen.
Eigene Figuren dürfen natürlich kostenlos über den Waschbären springen.

Schnecke
Wenn die Schnecke sich bewegt, so darf sie danach eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel aufdecken.
Entspricht das Symbol darauf dem Schiff, auf dem sich die Schnecke gerade befindet, so darf sie noch ein Feld weiterziehen.
Dadurch kann die Schnecke auch Kapitän werden. Ist das Feld vor der Schnecke besetzt, so wird der Platz getauscht.

Spielablauf
Die Spieler haben in ihrer Runde immer vier Aktionen von denen sie eine ausführen können.
Die Aktionen sind:
1. Zwei Karten ziehen
2. Mannschaft einsetzen oder bewegen
3. Kapitän werden
4. In See stechen und Beute machen

1. Zwei Karten ziehen 
Der Spieler nimmt sich zwei Karten. Dabei kann er sich aussuchen, ob er die Karten von der offenen Auslage oder dem Nachziehstapel zieht.
Man darf nach dem Ziehen nur nicht mehr als sechs Karten auf der Hand haben, ansonsten muss man Karten abwerfen, bis man sechs Karten hat.
Wurden Karten von der offenen Auslage genommen, so werden diese wieder auf vier Karten aufgefüllt.

2. Mannschaft einsetzen oder bewegen
Um einen Beutezug zu starten müssen erst alle drei Felder des Schiffes mit Mannschaft besetzt sein. 
Erst dann kann man einen Kapitän ernennen und in See stechen.

a) Um eine Figur auf ein Schiff einzusetzten braucht man Karten des entsprechenden Schiffes.
Möchte man also eine Figur auf dem Schiff mit der Fischgräte einsetzen, so braucht man für das erste Feld eine Karte, für das zweite zwei Karten und für das dritte Feld drei Karten mit einer Fischgräte darauf. Besetzte Felder dürfen dabei kostenlos übersprungen werden.

b) Um eine bereits auf einem Schiff eingesetzte Figur zu bewegen braucht man ebenfalls Karten mit den entsprechenden Symbol. 
Auch hier muss man für jedes freie Feld eine Karte bezahlen, besetzte Felder dürfen kostenlos übersprungen werden.

Durch diese Aktion kann man sich nur auf den ersten drei Feldern bewegen. Kapitän wird man so nicht.

3. Kapitän werden

Sobald die Felder 1 bis 3 auf einem Schiff besetzt sind, kann man versuchen der Kapitän des Schiffes zu werden.
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Gehört dem Spieler der am Zug ist die hinterste Figur auf dem Schiff, so darf er diese Figur mir einer entsprechenden Symbolkarte zum Kapitan machen und die Figur auf das leere Feld ganz vorne stellen.
2. Man darf auch einen Kapitän von aussen auf das Schiff bringen. Dazu muss man allerdings drei Karten mit dem Symbol des Schiffes besitzen.

4. In See stechen 
Ist ein Spieler in der vorherigen Runde Kapitän geworden, so muss er in seiner aktuellen Runde in See stechen. Jetzt wird die Beute vor dem Schiff an die Mannschaft auf dem Schiff verteilt.
Der Kapitän bekommt immer den runden Bonusmarker und darf sich dann von den drei Beuteplättchen noch eines aussuchen und zu sich legen.
Dann wird die Figur vom Schiff genommen und der Besitzer der nächsten Figur darf sich ein Beutestück aussuchen und kommt vom Schiff.
Der Besitzer der dritten Figur bekommt dann noch das letzte Beutestück und im Normalfall ist das Schiff jetzt wieder leer.

Hat eine Figur keine Beute abbekommen (weil ein Piratt in der Mannschaft war, der zwei Beutestücke nehmen darf), so darf diese Figur ein Feld vorrücken.
Dann wird der zweite Treibguthaufen näher an das Schiff gerückt und ein neuer Haufen aus einem Bonus- und drei Beutemarkern aufgebaut.

Spielende
Das Spiel endet, sobald ein neuer Treibguthaufen gebildet werden soll, aber kein Treibgut mehr zum nachlegen vorhanden ist.
Dann wird noch so lange gespielt, bis vor einem Schiff kein Treibguthaufen mehr liegt. Gibt es aber noch Schiffe mit Kapitänen, so dürfen diese noch in See stechen.
Dann ist das Spiel vorbei und die Punkte werden nach den Beuteregeln gezählt. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Kleines Fazit
Gulli-Piratten ist ein interessantes Taktikspiel aus dem Hause Heidelberger. Die Regeln sind gut zu verstehen und wenn man die ersten Runden gespielt hat, weiß man auch die Fähigkeiten der Mannschaft auswendig. Die Wartezeiten für die Spieler sind sehr kurz und so kommt für keinen Spieler Langeweile auf. Das Spielmaterial ist schön gestaltet und die Idee mit den variablen Farbfüssen hat mir gut gefallen. Meiner Meinung nach ist Gulli-Piratten kein Vielspielerspiel, wie viele andere Titel von Heidelberger, sondern ein echtes Familienspiel. Das Setting ist erfrischend anders und man muss auch immer die Aktionen der anderen Spieler im Auge behalten. Denn wer den Kapitänsplatz erobert ist im Vorteil, da er die runden Bonusmarker bekommt, die viele Punkte bringen können. Sammelt also ein Spieler viele Konservendosen, so müssen die anderen Spieler versuchen, ihn von den Dosenöffnern fernzuhalten. Mit mehr Spielern macht das Spiel am meisten Spaß. Zu zweit kann man den Gegner oft wenig stören, da man nicht genug Figuren hat, um selbst zum Kapitän zu werden und gleichzeitig die Aktion des anderen Spielers zu unterbinden. Alles in allem ein sehr cooles Spiel für die ganze Familie.

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Meine Einstufung   Familienspiel
Zusätzliche Informationen   Schöne Spielfiguren aus Plastik
     
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Hersteller-Downloads   Anleitung
Erhältliche Spielerweiterungen   Keine
     
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Regelvideo auf YouTube

 
Länge: 29:18 Minunten
     
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Video-Sprungmarken

1 = Einleitung (0:00)
2 = Packungsinhalt (0:40)
3 = Aufbau (2:01)
PlatzhalterSpielidee (5:46)
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Beute & Crew (7:04)

4 = Spielablauf (14:12)
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Beispielrunde (21:17)
5 = Abspann (28:50)

Hinweis:
Die obigen Links öffnen das Video in einem externen Fenster.

     

 

Fotos

 
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Gelesen 1509 mal Letzte Änderung am Samstag, 29 November 2014 11:07

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